Nicht-Nachhaltige Trends, Geschichte und Definition von Nachhaltigkeit
‚Eine nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen. ‘
FritzHinterberger - 9. Okt, 07:00
h0440218 - 15. Okt, 16:28
Über Nachhaltigkeit lässt sich meiner Meinung nach nicht streiten!
Vielleicht zuerst was Nachhaltigkeit für mich bedeutet. Für mich bedeutet nachhaltigkeit öfters mal mit dem Rad zu fahren, auf exotische Früchte zu verzichten vor allem Erdbeeren im Winter, Skripten doppelseitig zu drucken, beim Einkauf auf Plastiksackerl zu verzichten und Geschenke mit Zeitungspapier einzuwickeln.
Alle ,damit meine ich Unternehmen als auch Konsumenten, sollten bewusst ihr leben gestalten bzw. wirtschaftn und so ausrichten, dass zukünftige Generationen auch noch auf dieser Erde gesund leben können. Wir sollten sparsam mit den Ressourcen umgehen aber ehrlich gesagt ist das gleichzeitig auch schwer. Ich bin da ehrlich gesagt oft in einem Konflikt da ich auf einen bestimmten Lebensstandard nicht verzichten möchte! Hört sich vielleicht für einige schrecklich an aber so ist es!! Man kann nicht einfach auf alles verzichten aber ich versuch wo ich kann einzusparen. In der Vorlesung habe ich das Wort LOHAS gehört und wenn ich die Definition richtig verstanden habe gehöre ich zu diesen Menschen. Ich habe mir mal meinen ökol. Fussabdruck ausgerechnet und ich würd auf 2,5 Erden kommen. Wenn man das hört ist das eine Katastrophe aber im Vergleich schneide ich echt nicht schlecht ab! Wichtig ist das man die Verantwortung nicht abwälzt sondern selbst etwas macht. Mir fällt gerade etwas ein was ich vor kurzem gehört habe und meiner Meinung nach eine verzwickte Situation ist. In Österreich wird trinkbares Wasser für die Toilettenspülungen verwendet. Wenn man bedenkt wie viele Liter trinkbares Wasser täglich pro Person heruntergespült wird und das eventuell aufsummiert auf den Verbrauch pro Jahr wird einem richtig übel. Vor allem in einer Zeit wo trinkbares Wasser knapp ist. An dieser Stelle würde ich jedem das Buch: Das blaue Gold ans Herz legen. Würden wir jetzt Wasser einer schlechteren Güteklasse verwenden würde das bedeuten, dass alle Leitungen umgebaut werden müssten und das würde viel zu viel kosten. Da gibt es unzählige solcher Geschichten!!! Also wie könnte man das nachhaltiger Gestalten? Auch haben wir in der Vorlesung von einigen Vereinbarungen gehört wie zum Beispiel das von Rio de Janero. Was bringt das alles wenn viele Länder die Vorgaben nicht umsetzen? Das soll nicht heißen, dass nichts gemacht werden soll auf keinen Fall! Österreich hat ja das Kyoto Protokoll unterzeichnet aber die Vorgaben haben wir bei weiten nicht erfüllt ganz im Gegenteil. Positiv zu bemerken, weil auch gerade aktuell, ist das Fahrverbot in China vielleicht wäre das bei uns auch nicht schlecht?
Vielleicht zuerst was Nachhaltigkeit für mich bedeutet. Für mich bedeutet nachhaltigkeit öfters mal mit dem Rad zu fahren, auf exotische Früchte zu verzichten vor allem Erdbeeren im Winter, Skripten doppelseitig zu drucken, beim Einkauf auf Plastiksackerl zu verzichten und Geschenke mit Zeitungspapier einzuwickeln.
Alle ,damit meine ich Unternehmen als auch Konsumenten, sollten bewusst ihr leben gestalten bzw. wirtschaftn und so ausrichten, dass zukünftige Generationen auch noch auf dieser Erde gesund leben können. Wir sollten sparsam mit den Ressourcen umgehen aber ehrlich gesagt ist das gleichzeitig auch schwer. Ich bin da ehrlich gesagt oft in einem Konflikt da ich auf einen bestimmten Lebensstandard nicht verzichten möchte! Hört sich vielleicht für einige schrecklich an aber so ist es!! Man kann nicht einfach auf alles verzichten aber ich versuch wo ich kann einzusparen. In der Vorlesung habe ich das Wort LOHAS gehört und wenn ich die Definition richtig verstanden habe gehöre ich zu diesen Menschen. Ich habe mir mal meinen ökol. Fussabdruck ausgerechnet und ich würd auf 2,5 Erden kommen. Wenn man das hört ist das eine Katastrophe aber im Vergleich schneide ich echt nicht schlecht ab! Wichtig ist das man die Verantwortung nicht abwälzt sondern selbst etwas macht. Mir fällt gerade etwas ein was ich vor kurzem gehört habe und meiner Meinung nach eine verzwickte Situation ist. In Österreich wird trinkbares Wasser für die Toilettenspülungen verwendet. Wenn man bedenkt wie viele Liter trinkbares Wasser täglich pro Person heruntergespült wird und das eventuell aufsummiert auf den Verbrauch pro Jahr wird einem richtig übel. Vor allem in einer Zeit wo trinkbares Wasser knapp ist. An dieser Stelle würde ich jedem das Buch: Das blaue Gold ans Herz legen. Würden wir jetzt Wasser einer schlechteren Güteklasse verwenden würde das bedeuten, dass alle Leitungen umgebaut werden müssten und das würde viel zu viel kosten. Da gibt es unzählige solcher Geschichten!!! Also wie könnte man das nachhaltiger Gestalten? Auch haben wir in der Vorlesung von einigen Vereinbarungen gehört wie zum Beispiel das von Rio de Janero. Was bringt das alles wenn viele Länder die Vorgaben nicht umsetzen? Das soll nicht heißen, dass nichts gemacht werden soll auf keinen Fall! Österreich hat ja das Kyoto Protokoll unterzeichnet aber die Vorgaben haben wir bei weiten nicht erfüllt ganz im Gegenteil. Positiv zu bemerken, weil auch gerade aktuell, ist das Fahrverbot in China vielleicht wäre das bei uns auch nicht schlecht?
h0205522 - 15. Okt, 21:34
Nachhaltigkeit
Über Nachhaltigkeit lässt sich streiten, da muss auch ich zustimmen.
Mich hat die letzte Vorlesungseinheit dazu animiert, Verwandte und Freunde nach Ihrer Meinung zu Nachhaltigkeit und auch nach der Bedeutung dieses Wortes für sie zu befragen. Dieses Wort ist eigentlich noch sehr jung und erst seit wenigen Jahrzehnten oder Jahren wirklich in Verwendung. Dementsprechend konnte meine Großmutter nicht mal ansatzweise etwas mit diesem Wort anfangen. Meine Eltern und deren Altersgenossen hatten eine wage Vorstellung und die meisten meiner Freunde konnten mir doch tatsächlich die fast korrekte Definition von Nachhaltigkeit nennen.
Nun aber zum eigentlichen Grund meines Kommentars. Dies wird wohl ein wenig persönlich werden, soll aber zum Nachdenken anregen. Mein Freund kommt aus einem der ärmsten Länder dieser Erde. Auch ihm habe ich dieselben Fragen gestellt, und was soll ich sagen,..es ist ein Streit dabei herausgekommen. Sein Land wurde über Jahrhunderte hinweg ausgenutzt, die letzte Präsidenten haben durch ihre privaten Geschäfte mit den Bodenschätzen seiner Heimat, dieses zu Tode gewirtschaftet. Und nun komme ich mit meiner Nachhaltigkeit daher und sage zu ihm er soll sich doch ein wenig einschränken, in gewissen Bereichen, damit auch die nächsten Generationen so wie wir leben können.
"Wir haben noch nicht einmal begonnen richtig zu leben!", meinte mein Freund.
Nun stellt sich mir die Frage: Ist Nachhaltigkeit ein Begriff der nur in privilegierten Ländern eine wirkliche Bedeutung hat? Muss man einen gewissen Standard haben(leben), um überhaupt Nachhaltigkeit in seine Lebensweise einbringen zu können?
Mich hat die letzte Vorlesungseinheit dazu animiert, Verwandte und Freunde nach Ihrer Meinung zu Nachhaltigkeit und auch nach der Bedeutung dieses Wortes für sie zu befragen. Dieses Wort ist eigentlich noch sehr jung und erst seit wenigen Jahrzehnten oder Jahren wirklich in Verwendung. Dementsprechend konnte meine Großmutter nicht mal ansatzweise etwas mit diesem Wort anfangen. Meine Eltern und deren Altersgenossen hatten eine wage Vorstellung und die meisten meiner Freunde konnten mir doch tatsächlich die fast korrekte Definition von Nachhaltigkeit nennen.
Nun aber zum eigentlichen Grund meines Kommentars. Dies wird wohl ein wenig persönlich werden, soll aber zum Nachdenken anregen. Mein Freund kommt aus einem der ärmsten Länder dieser Erde. Auch ihm habe ich dieselben Fragen gestellt, und was soll ich sagen,..es ist ein Streit dabei herausgekommen. Sein Land wurde über Jahrhunderte hinweg ausgenutzt, die letzte Präsidenten haben durch ihre privaten Geschäfte mit den Bodenschätzen seiner Heimat, dieses zu Tode gewirtschaftet. Und nun komme ich mit meiner Nachhaltigkeit daher und sage zu ihm er soll sich doch ein wenig einschränken, in gewissen Bereichen, damit auch die nächsten Generationen so wie wir leben können.
"Wir haben noch nicht einmal begonnen richtig zu leben!", meinte mein Freund.
Nun stellt sich mir die Frage: Ist Nachhaltigkeit ein Begriff der nur in privilegierten Ländern eine wirkliche Bedeutung hat? Muss man einen gewissen Standard haben(leben), um überhaupt Nachhaltigkeit in seine Lebensweise einbringen zu können?
h9209006 - 15. Okt, 23:53
Die Welten dieser Erde
"Ist Nachhaltigkeit ein Begriff der nur in privilegierten Ländern eine wirkliche Bedeutung hat? Muss man einen gewissen Standard haben(leben), um überhaupt Nachhaltigkeit in seine Lebensweise einbringen zu können?"
Ich finde diese Frage sehr gut und denke, dass die Veränderung der Art von Bedürfnissbefriedigung vor allem eine Sache der 1.Welt ist. Diese sollte sich doch wandeln, um weltweite Gerechtigkeit und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu ermöglichen, sowie Entwicklungsländern "ein gutes Vorbild" zu sein. D.h., dass diese Länder nicht unbedingt die selben Fehler machen müssen und somit allen Menschen eine bessere und nachhaltigere Lebensqualität ermöglicht wird.
Die unterste Milliarde Menschen, die ärmsten Menschen der Erde, etwa 50 Staaten, scheinen davon (vorerst) ausgenommen - wobei gerade dort oft die Ressourcenfalle erbarmungslos zuschnappt. Bodenschätze können auch ein Fluch sein - es wäre in diesen Ländern ein nachhaltiges wirtschaften dringend erforderlich! Nur wer hat die Macht etwas zu verändern? Wer schafft das?
Oft erscheint diese Fragestellung vernichtend und aussichtslos. Ich persönlich glaube, dass jede/jeder seinen Teil dazu beitragen kann und auch soll - nur so können nachhaltig denkende Menschen im Kollektiv wirksame Veränderungen bringen und vor allem auch andere Menschen zur nachhaltigen Agitation animieren = klassische LOHAs ;-)
Auch ich kannte diesen Begriff noch nicht und musste schmunzeln in der VL, weil es immer wieder so Kurzformen für bestimmte Gruppen gibt (ähnlich den BOBOs = die "Bourgeois Bohemiens").
Auf alle Fälle können sich viele Menschen, auch in der 1.Welt eine nachhaltige Lebensweise oftmals nur schwer leisten. Aber über diese Aussage ließe sich auch noch trefflich dikutieren. Wieviel Radikalität verträgt jeder Mensch in seinem Leben, um z.B. auf das Auto im Alltag oder die Reise im Flugzeug zum wichtigen Meeting zu verzichten und welchen immateriellen Gewinn, wie etwa mehr Zeit zum verbalen Austausch auf Reisen kann man daraus gewinnen?!
Ich finde diese Frage sehr gut und denke, dass die Veränderung der Art von Bedürfnissbefriedigung vor allem eine Sache der 1.Welt ist. Diese sollte sich doch wandeln, um weltweite Gerechtigkeit und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu ermöglichen, sowie Entwicklungsländern "ein gutes Vorbild" zu sein. D.h., dass diese Länder nicht unbedingt die selben Fehler machen müssen und somit allen Menschen eine bessere und nachhaltigere Lebensqualität ermöglicht wird.
Die unterste Milliarde Menschen, die ärmsten Menschen der Erde, etwa 50 Staaten, scheinen davon (vorerst) ausgenommen - wobei gerade dort oft die Ressourcenfalle erbarmungslos zuschnappt. Bodenschätze können auch ein Fluch sein - es wäre in diesen Ländern ein nachhaltiges wirtschaften dringend erforderlich! Nur wer hat die Macht etwas zu verändern? Wer schafft das?
Oft erscheint diese Fragestellung vernichtend und aussichtslos. Ich persönlich glaube, dass jede/jeder seinen Teil dazu beitragen kann und auch soll - nur so können nachhaltig denkende Menschen im Kollektiv wirksame Veränderungen bringen und vor allem auch andere Menschen zur nachhaltigen Agitation animieren = klassische LOHAs ;-)
Auch ich kannte diesen Begriff noch nicht und musste schmunzeln in der VL, weil es immer wieder so Kurzformen für bestimmte Gruppen gibt (ähnlich den BOBOs = die "Bourgeois Bohemiens").
Auf alle Fälle können sich viele Menschen, auch in der 1.Welt eine nachhaltige Lebensweise oftmals nur schwer leisten. Aber über diese Aussage ließe sich auch noch trefflich dikutieren. Wieviel Radikalität verträgt jeder Mensch in seinem Leben, um z.B. auf das Auto im Alltag oder die Reise im Flugzeug zum wichtigen Meeting zu verzichten und welchen immateriellen Gewinn, wie etwa mehr Zeit zum verbalen Austausch auf Reisen kann man daraus gewinnen?!
Ines Omann - 15. Okt, 23:07
danke!
Liebe KollegInnen,
danke für Eure wertvollen Kommentare. Die Themen, die angesprochen wurden, werden großteils in den beiden Vorlesungen zum Thema NH und Lebensqualität im Jänner besprochen. Bitte stellt dann vor Ort nochmal die Fragen, die für Euch offen sind, bzw. Eure Konflikte und Zweifel.
lg Ines
danke für Eure wertvollen Kommentare. Die Themen, die angesprochen wurden, werden großteils in den beiden Vorlesungen zum Thema NH und Lebensqualität im Jänner besprochen. Bitte stellt dann vor Ort nochmal die Fragen, die für Euch offen sind, bzw. Eure Konflikte und Zweifel.
lg Ines
H0840437 - 18. Okt, 21:13
Das Problem wirklich erkannt?
Gegen Ende der ersten Vorlesungseinheit wurde davon gesprochen, dass die Probleme unseres nicht nachhaltigen Wirtschaftens und die damit verbundenen Folgen erkannt wurden.
Tatsächlich sieht man bereits einige Tendenzen in eine andere (positive) Richtung, aber diese stehen keinesfalls in einem Verhältnis zum Problem, dass es zu lösen gibt.
Ist es nun schlimmer nicht zu merken, dass wir uns in die falsche Richtung bewegen, oder diese Tatsache bewusst zu verdrängen bzw. die allseits bekannte "mich wird das ja echt nicht mehr betreffen" Einstellung zu haben?
Vor kurzem bezeichnete ein führender Politiker die derzeitige Finanzkrise als die "größte Gefahr für unsere Generation" während am Rande in den vom Börsenchrash überfüllten Medien erwähnt wird, dass auf ein und der selben Welt mehr als eine Milliarde Menschen an Hunger leiden!! An dieser Stelle könnte man bestimmt noch viele Beispiele aufzählen, die zeigen, dass die Wirtschaft bzw. der finanzielle Nutzen einiger Mächtiger nach wie vor an der unangefochtenen Spitze steht, der ALLES untergeordnet wird. Und solange dies der Fall ist, würde ich nicht davon sprechen, dass das Problem erkannt wurde, denn solange der Wirtschaft alles untergeordnet wird, sind wir meiner Meinung nach noch immer am falschen Weg.
Was die Energiefrage betrifft, ist der Fortschritt was Sparsamkeit betrifft (z.B. Passivhäuser) zwar sehr positiv, wenn man aber den erneuten Boom der Atomenergie betrachtet, geht es meiner Meinung nach auch hier mehr weg vom nachhaltigen Wirtschaften (1. müssen noch viele Generationen nach uns mit dem radioaktiven Müll leben und 2. sind auch die Uranvorräte keinesfalls endlos, im Gegenteil)
Eine ebenfalls boomende nicht nachhaltige Entwicklung ist für mich die Gentechnik. Zwar würde man sie nicht sofort mit diesem Thema in Verbindung bringen, aber die oben stehende Definition zeigt ganz klar, dass Gentechnik alles andere als nachhaltig ist, denn niemand weiß, welche Folgen die genetische Veränderung von Organismen für künftige Generationen hat.
Zu diesem Thema und um aufzuzeigen wie verschwenderisch wir leben kann ich den Film "We feed the world" nur sehr empfehlen! (http://www.we-feed-the-world.at/facts2.htm)
Ich befürchte, dass viele Menschen, auch wenn sie das Problem erkennen bzw. teilweise bereits erkannt haben, nicht bereit sind, einen wirklichen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit zu leisten. Die Meinungen "uns triffts eh nicht mehr" oder "was kann ein einzelner schon ändern" sind leider noch immer sehr verbreitet.
Die Situation in der wir uns befinden ist für mich vergleichbar mit einem Wohnungsbrand in einem Wohnblock. Fur die Bewohner der brennenden Wohnung sind die Folgen am gravierendsten (auf der Erde z.B. die Hungernden,..). Andere bemerken zwar den Rauch, aber vertrauen darauf, dass es sie nicht betrifft und wiederum andere merken nicht einmal etwas.
In beiden Problemfällen kann der einzelne zwar seinen Beitrag leisten, lösen müssen wir sie aber gemeinsam.
Ich hoffe, damit kein allzu pessimistische Stimmung zu verbreiten! ;)
Tatsächlich sieht man bereits einige Tendenzen in eine andere (positive) Richtung, aber diese stehen keinesfalls in einem Verhältnis zum Problem, dass es zu lösen gibt.
Ist es nun schlimmer nicht zu merken, dass wir uns in die falsche Richtung bewegen, oder diese Tatsache bewusst zu verdrängen bzw. die allseits bekannte "mich wird das ja echt nicht mehr betreffen" Einstellung zu haben?
Vor kurzem bezeichnete ein führender Politiker die derzeitige Finanzkrise als die "größte Gefahr für unsere Generation" während am Rande in den vom Börsenchrash überfüllten Medien erwähnt wird, dass auf ein und der selben Welt mehr als eine Milliarde Menschen an Hunger leiden!! An dieser Stelle könnte man bestimmt noch viele Beispiele aufzählen, die zeigen, dass die Wirtschaft bzw. der finanzielle Nutzen einiger Mächtiger nach wie vor an der unangefochtenen Spitze steht, der ALLES untergeordnet wird. Und solange dies der Fall ist, würde ich nicht davon sprechen, dass das Problem erkannt wurde, denn solange der Wirtschaft alles untergeordnet wird, sind wir meiner Meinung nach noch immer am falschen Weg.
Was die Energiefrage betrifft, ist der Fortschritt was Sparsamkeit betrifft (z.B. Passivhäuser) zwar sehr positiv, wenn man aber den erneuten Boom der Atomenergie betrachtet, geht es meiner Meinung nach auch hier mehr weg vom nachhaltigen Wirtschaften (1. müssen noch viele Generationen nach uns mit dem radioaktiven Müll leben und 2. sind auch die Uranvorräte keinesfalls endlos, im Gegenteil)
Eine ebenfalls boomende nicht nachhaltige Entwicklung ist für mich die Gentechnik. Zwar würde man sie nicht sofort mit diesem Thema in Verbindung bringen, aber die oben stehende Definition zeigt ganz klar, dass Gentechnik alles andere als nachhaltig ist, denn niemand weiß, welche Folgen die genetische Veränderung von Organismen für künftige Generationen hat.
Zu diesem Thema und um aufzuzeigen wie verschwenderisch wir leben kann ich den Film "We feed the world" nur sehr empfehlen! (http://www.we-feed-the-world.at/facts2.htm)
Ich befürchte, dass viele Menschen, auch wenn sie das Problem erkennen bzw. teilweise bereits erkannt haben, nicht bereit sind, einen wirklichen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit zu leisten. Die Meinungen "uns triffts eh nicht mehr" oder "was kann ein einzelner schon ändern" sind leider noch immer sehr verbreitet.
Die Situation in der wir uns befinden ist für mich vergleichbar mit einem Wohnungsbrand in einem Wohnblock. Fur die Bewohner der brennenden Wohnung sind die Folgen am gravierendsten (auf der Erde z.B. die Hungernden,..). Andere bemerken zwar den Rauch, aber vertrauen darauf, dass es sie nicht betrifft und wiederum andere merken nicht einmal etwas.
In beiden Problemfällen kann der einzelne zwar seinen Beitrag leisten, lösen müssen wir sie aber gemeinsam.
Ich hoffe, damit kein allzu pessimistische Stimmung zu verbreiten! ;)
h0840150 - 11. Jan, 16:43
Energie – immer gefragt!
Ich möchte mich aus gegebenen Anlass besonders mit unserer Energieversorgung beschäftigen. Die Konflikte zwischen Russland und der Ukraine haben große Auswirkungen. Erst in einer derartigen Extremsituation wird einem wieder mehr (oder überhaupt erst) bewusst, wie abhängig wir schon lange sind und – wenn wir nichts dagegen tun – noch sein werden. Nicht nur der Ölpreis steht oft in den Schlagzeilen auch das Gas, sollte daher nicht eine logische Folge darauf sein, dass mehr im Bereich der erneuerbaren Energien getan werden sollte?
Es gibt bereits viele Technologien, die im Labor auch funktionieren, wie zB Algen, die direkt und sehr effizient Sonnenenergie in Biomasse umsetzen können und dabei ein Öl produzieren, das als Autotreibstoff verwendet werden kann. Auch die Kernfusion von Wasserstoff wäre sehr energiereich, doch das muss erst praktisch erprobt werden (im Kernfusionsreaktor ITER). (Die Presse, 10. Jänner 09)
Ein großes Potential steckt auch noch in der Sonnenenergie, doch wie in Ihrer Grafik auf Seite 25 (Energieforschungsmittel der Welt) zu sehen ist, werden in diese Forschungsrichtung leider nur weniger als 3% investiert.
Österreich hat das Glück viele Flüsse und allgemein viel Wasser zu beherbergen, daher werden bei uns auch 56 Prozent des Stroms aus Wasserkraft erzeugt. Weltweit tragen die Fluss-, Speicher- und Gezeitenkraftwerke nur 3,5 Prozent zur Stromproduktion bei; somit ist die Wasserkraft der bedeutendste erneuerbare Energieträger. Eigentlich traurig, wenn man bedenkt, dass irgendwann in verhältnismäßig naher Zukunft die Energieerzeugung auf die erneuerbaren Energieträger umgestellt sein muss, damit man in der nach-fossilen Zeit ähnlich wie heute weiterleben kann.
Doch leider sehen wir alles so kurzfristig und handeln so unnachhaltig, dass es noch eine geraume Zeit dauern wird, bis es zu einer noch viel größeren Energiekrise kommt bei/nach der wir endlich begreifen, dass man vorausschauend planen muss um später „was zu haben“.
H 0840150
Es gibt bereits viele Technologien, die im Labor auch funktionieren, wie zB Algen, die direkt und sehr effizient Sonnenenergie in Biomasse umsetzen können und dabei ein Öl produzieren, das als Autotreibstoff verwendet werden kann. Auch die Kernfusion von Wasserstoff wäre sehr energiereich, doch das muss erst praktisch erprobt werden (im Kernfusionsreaktor ITER). (Die Presse, 10. Jänner 09)
Ein großes Potential steckt auch noch in der Sonnenenergie, doch wie in Ihrer Grafik auf Seite 25 (Energieforschungsmittel der Welt) zu sehen ist, werden in diese Forschungsrichtung leider nur weniger als 3% investiert.
Österreich hat das Glück viele Flüsse und allgemein viel Wasser zu beherbergen, daher werden bei uns auch 56 Prozent des Stroms aus Wasserkraft erzeugt. Weltweit tragen die Fluss-, Speicher- und Gezeitenkraftwerke nur 3,5 Prozent zur Stromproduktion bei; somit ist die Wasserkraft der bedeutendste erneuerbare Energieträger. Eigentlich traurig, wenn man bedenkt, dass irgendwann in verhältnismäßig naher Zukunft die Energieerzeugung auf die erneuerbaren Energieträger umgestellt sein muss, damit man in der nach-fossilen Zeit ähnlich wie heute weiterleben kann.
Doch leider sehen wir alles so kurzfristig und handeln so unnachhaltig, dass es noch eine geraume Zeit dauern wird, bis es zu einer noch viel größeren Energiekrise kommt bei/nach der wir endlich begreifen, dass man vorausschauend planen muss um später „was zu haben“.
H 0840150

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